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Erste Damen | 29. April 2019

Unser Kapitano wirft uns zum vorzeitigen Klassenerhalt

Am gestrigen Sonntag fuhren wir nach Liebenau um bei der SJB Binnen Wichtige Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln. Den Anfang verschliefen wir ein wenig  und lagen nach 7 Minuten bereits mit 6:3 hinten. Ein Ruck ging durch die Mannschaft und wir konnten mit drei Toren in Folge auf 6:6 verkürzen, aber so richtig in Fahrt kamen wir nicht. Binnen spielte Ihre Spielzüge lange aus und wir kamen nicht so richtig in den Tritt um das Tempospiel nach vorne anzunehmen. Lag es an dem ungeliebten Sonntag oder war die Aufregung doch zu groß, weil wir wussten was auf dem Spiel stand? Binnen war im Abschluss einfach etwas cleverer als wir. Eine Manndeckung war dann der erste Schlüssel um in die Erfolgsspur zurück zu kommen. Abgefangene Bälle und sehenswerte Tore aus dem Rückraum bescherten uns einen kühlen Kopf um mit 11:11 in die Halbzeitpause zu gehen. Nur nicht nachlassen und eine Schippe drauf legen war die Halbzeitansprache. In der zweiten Halbzeit gab es einem Schlagabtausch auf beiden Seiten und bis zum 17:16 für Binnen konnte sich keine Mannschaft so richtig absetzen. Eine blöde zwei Minuten Strafe und ein weiteres Gegentor brachte uns zum ersten Mal in der zweiten Halbzeit einen zwei Tore Rückstand. Aber wenn man jetzt dachte wir würden aufgeben, der hatte sich geirrt, zwei Tore in Folge brachte uns den 18:18 Ausgleich. Dann folgte ab der 56 Minute ein reinster Krimi, eine weitere zwei Minuten Strafe für uns und einen zugesprochenen Siebenmeter für Binnen, konnten wir Gott sei Dank abwehren. Doch im nächsten Abwehrverbund erhielten wir eine weitere Strafe und standen nur noch zu viert auf dem Feld. Das Tor zum 19:18 für Binnen folgte per 7 Meter und wir mussten uns mit vier Feldspielerinnen etwas einfallen lassen. Durch schnelles Stoßen und einen Rückpass über die linke Außenbahn gab es den erlösenden Strafwurf, dass Strafwürfe einfach nicht unsere Stärke sind wussten wir. Die Torhüterin parierte den Ball und es erfolgte aber ein Pfiff von den Schiedsrichtern. So richtig konnte man den Pfiff noch nicht einordnen, war es ein Übertreter? Eine Spielerin von Binnen war vor Ausführung des Pfiffes in den Neun Meter getreten und somit wurde der Strafwurf wiederholt zu unserem Glück. Der Ball war drin, großer Jubel der nur kurz sein sollte. Noch eine knappe Minute zu spielen und Binnen konnte eine halbe Minute vor Schluss den Treffer zum 20:19 beisteuern. Keine Panik hier ist alles noch drin. Unser Kapitano nahm es selbst in die Hand und holte unscheinbar aus auf der links Außenbahn und feuerte den Ball einfach durch die Abwehrreihe nach unten ins lange Eck. Wie geil ist das denn, Ausgleich!! Es waren aber noch 25 Sekunden zu spielen. Kein Tor, bloß kein Tor schwirrte durch unsere Köpfe. Ein Passfehler von Binnen ließ den Ball ins aus rollen. 13 Sekunden vor Schluss zogen wir unsere grüne Karte. Eine kurze Besprechung bloß den Ball halten, nicht unnötig verlieren und den Punkt mitnehmen. Und genau so kam es, nach 60 Minuten stand es 20:20 und der Jubel fiel wie ein Sieg aus und der vorzeitige Klassenerhalt somit geschafft. Ein Dank für die mitgereisten Fans für die tolle Unterstützung. Den Abend ließ die ein oder andere Spielerin im Brauhaus auf der Tanzfläche mit Prosecco for free auslaufen. Am kommenden Samstag können wir demnach ganz unbefreit unser letztes Saisonspiel in eigener Halle um 17:30 Uhr gegen die Reserve vom MTV Großenheidorn angehen. Wir freuen uns ein letztes Mail auf Eure Unterstützung.
Eure 1. Damen, Winhorst on Fire