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Erste Herren | 24. Februar 2020

Alles hat ein Ende

Es war schon ein bisschen unwirklich, der Weg zurück in die Wendlandhalle, die wenigen Tribünen, dann aufgrund des Termins am Freitagabend auch noch ohne Trommler. Das Nachholspiel gegen die SCM Youngsters vom 18. Spieltag stand von Beginn an unter einem nicht schlechten, aber irgendwie merkwürdigen Stern. Dann kam noch hinzu, dass neben Tim Otto auch noch Herndrik Pollex, der sich während des Festspiels gegen Dessau die Hand gebrochen hatte und trotzdem noch das Siegtor erzielte, verletzt fehlte. Aber das alles sollte keine Ausrede sein. Denn trotz alldem hatte der TuS genug Gelegenheiten das Spiel für sich zu entscheiden. Am Ende setzten sich aber doch die Gäste mit 26:27 (15:16) durch und die erste Heimniederlage dieser Saison war besiegelt.

Die erste Hälfte verlief komplett ausgeglichen. Bis zum 13:15 in der 29. Minute führte keine Mannschaft mit mehr als einem Tor. Einzig und allein die Abwehrvariante der Magdeburger in Überzahl stach heraus. Denn der Bundesliganachwuchs ging sehr offensiv vor und setzten den TuS massiv unter Druck. Mit viel Bewegung und gutem Auge hielten die Rot-Blauen aber dagegen, sodass es beim 15:16 mit einem Tor Rückstand in die Pause ging.  Am Ende stand die Erkenntnis, dass es auch ohne die beiden oben erwähnten ging. Und das machte Mut für die zweiten dreißig Minuten.

Bis zur 40. Minute blieb das Spiel ausgeglichen, dann legte der TuS so ein bisschen die Ketten ab. David Sauß, Basti Beyer und Yannik Müßner gewannen mehr Selbstvertrauen und die Achse Matheus Costa Dias und Milan Mazic zauberte schöne Tore auf die Anzeigetafel. In dieser Phase gelang es sich etwas von den Gästen abzusetzen. Die höchste Führung gelang in der 46. Minute, da stand es 25:21. Die vermeintlich spielentscheidende Szene kam dann in der 53. Minute. Basti Beyer sah, einen Tag nach seinem 30. Geburtstag, nachdem er in der ersten Halbzeit schon zweimal von der Platte musste seine dritte Zeitstrafe und damit die rote Karte. Nun kehrte irgendwie die Nervosität ein. Anstatt den Ball weiter lange und ruhig zu spielen und die erneut offensive Abwehr mit viel Bewegung zu zerpflücken, produzierte der vinnhorster Angriff unnötige Fehler und lud die „Youngsters“ damit zu schnellen Kontern ein. Zudem fehlte nun ein gelernter rechter Rückraumspieler und dadurch viel Gefahr über diese Seite. Fünf Gästetore in Folge zum 25:26 bedeuteten einen Rückstand, den Yannik Müßner in der 56. Minute zwar noch einmal ausgleichen konnte, das 26:27 kurz darauf bedeutete aber den Endstand.

Jetzt gilt es sich auf das Derby gegen die abstiegsbedrohten DataLiners aus Burgwedel vorzubereiten. Die lassen seit dem Jahreswechsel aufhorchen und haben gerade den Tabellenvierten aus Altenholz deutlich aus der Halle geschossen. Schon im Hinspiel in der Wendlandhalle waren die Burgwedeler ein harter Brocken, der erst in letzter Sekunde besiegt werden konnte. Es wird also ein heißer Tanz, bei dem die Mannschaft jede Unterstützung von der Tribüne gebrauchen kann. Anwurf ist am 29.2. um 19 Uhr im Schulzentrum Burgwedel.

 

Foto: Uwe Sereck