© TuS Vinnhorst Handball

Erste Herren | 18. April 2018

Dramatik pur

Puh ey, sowas haben die Fans in der Vinnhorster Halle in dieser Saison noch nicht gesehen: Spannung und Kampf bis zur letzten Sekunde. Anderthalb Minuten vor Schluss erzielte Yannik Müßner den umjubelten Führungstreffer für den TuS gegen Eintracht Hildesheims Zweite, danach musste die Vinnhorster Deckung halten, was ihr in diesem Spiel im Vergleich zur gesamten Saison nicht so regelmäßig glückte. Doch in dieser entscheidenden Phase hielt die Mauer den Angriffsbemühungen der ZWeitligareserve stand. So blieb es schließlich beim hart erkämpften 29:28 (17:13) Sieg der Hausherren und damit beim 22. Sieg im 22. Spiel.

Neben den Langzeitverletzten Bastian Harendt, Tobi Kassner, und Maxi Schulze fehlte den Vinnhorstern in diesem Spiel auch Shooter Kai Lemke. Das bedeutete ein minus an Durchschlagskraft in Angriff und Abwehr und verhalf den Gästen aus Südniedersachsen zu einem guten Start in die Partie. Vor allem Gäste-Kreisläufer Tristan Wippermann machte zu Beginn eine gute Figur und so dauerte es etwas bis der TuS ins Rollen kam. Dann fing sich Vinnhorst und es sah so aus, als sollte alles seinen gewohnten Gang gehen. Von 2:3 setzte sich der TuS auf 8:3 ab (11. Min.), doch Hildesheim ließ nicht locker. Die Gäste, aufgrund häufig wechselnden Kaders so etwas wie die Wundertüte der Liga, kämpften sich wieder rein und hielten den Rückstand bis zur Pause auf vier Tore (17:13).

Und es waren ebenfalls die Gäste, die besser aus der Halbzeitpause kamen. Beim 18:17 (35.) war der Anschluss hergestellt, beim 20:21 die erste Gästeführung (39.). Für den TuS eine ungewohnte Situation. Jetzt war Erfahrung und Ruhe gefragt. Und die sollte es in Person von Thomas Thiele auch richten. Thiele übernahm das Zepter im Angriff und hielt seine Farben im Rennen. Es entwickelte sich eine Art Duell zwischen ihm und dem Hildesheimer Matteo Ehlers. Die Führung wechselte mehrfach. Kein Team konnte sich absetzen und so ging es in die prickelnde Schlussphase. Jetzt übernahm dann auch Youngster Yannik Müßner Verantwortung, erzielte zwei der letzten drei Vinnhorster Tore inklusive des letztlich entscheidenden 29:28, das letztlich den Schlusspunkt markierte.

Es war wichtig für das Team diesen Sieg zu holen. Zum einen um die weiße Weste und das damit verbundene Saisonziel zu erhalten, zum anderen auch um die Spannung innerhalb des Teams aufrecht zu erhalten. In der kommenden Saison wird man wieder häufiger enge Spiele haben und da hilft es, sich in Erinnerung rufen zu können, dass man kühlen Kopf bewahren und aus solchen Spielen als Sieger hervorgehen kann. In dieser Spielzeit gilt es das jetzt noch viermal zu beweisen.