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Erste Herren | 29. August 2018

Es kann los gehen

Es ist so weit, das Warten hat ein Ende, endlich Oberliga! Doch vor das Vergnügen hat der liebe Gott die Anstrengung gesetzt - will heißen: Vorbereitung. Schon Anfang Juni hat das Trainerteam Vinnhorsts Erste wieder um sich versammelt um sich für die neue Herausforderung fit zu machen. Vergessen die perfekte Vorsaison, mit 52:0 Punkten, es wird bei Null gestartet.

Dabei lag das Hauptaugenmerk auf der Eingliederung der acht Neuzugänge. Mit Nils Eichenberger (26, Rechtsaußen), Jakob Bormann (20, Linksaußen), Tim Otto (21, Rückraum), Hendrik Pollex (24, rechter Rückraum) und Jonas Borgmann (25, Kreisläufer) konnte ein komplettes Quintett von der HF Springe verpflichtet werden. Ein weiterer neuer ist Maximilian Mäkel (21, Kreisläufer) der in der Jugend schon bei den Nordstars spielte ehe er nach Burgdorf und später nach Langenhagen ging. Maximilian hat sich hervorragend eingefügt und freut sich auf die ersten Einsätze.

Auch Frederic Repke (27, Rückraum) durchlief die Jugend in Burgdorf und gehörte als großes Talent zum Bundesligateam der Recken. Nach einer langwierigen Verletzungsphase kehrt er beim TuS in den Handballsport zurück. Mit seiner Erfahrung hilft er dem Team sofort weiter arbeitet hart am Comeback.

Der nächste Neue ist ein echter Hüne. 2,07m misst Colin Räbiger (24, Torwart), der von der TS Großburgwedel an den Kanal wechselt. Damit stellt er eine ideale Ergänzung für das Torhüterteam des TuS. Colin hat schon für den MT Melsungen in der Bundesliga gespielt und war schon bei vielen Vereinen. Hoffentlich findet er beim TuS eine neue Heimat.

Bei so vielen Neuen liegt der Fokus natürlich erstmal auf der Integration. Alle fügen sich hervorragend ein, sodass nach einer kurzen Phase, in der es allein um die physischen Voraussetzungen von Kraft bis Kondition ging, sehr schnell das Spielerische als Element ins Training kam. Auch deshalb legten die Trainer großen Wert auf Testspiele vor allem gegen höherklassige Teams aus Liga drei. So gab es zwei Niederlagen gegen Braunschweig, einen Sieg gegen Northeim, einen Sieg und eine Niederlage gegen Großburgwedel und einen Sieg gegen Oebisfelde aus der Mitteldeutschen Oberliga.

Gerade die Spiele gegen Großburgwedel gegen Ende der Vorbereitung zeigen, dass die Mannschaft schon gut in Schuss ist. Es wurden einige Formationen getestet und man war mit dem klassenhöheren Konkurrenten fast immer auf Augenhöhe. Gerade beim Sieg (mit 5 Toren) zeigte sich, dass der Kader auch in der Breite auf einem sehr guten Niveau mithält und auch bei der Niederlage war der TuS lange in Führung und verlor lediglich in den Schlussminuten, weil eine Überzahlsituation nicht genutzt werden konnte.

Alles in allem könnte man auf eine sehr gute Vorbereitung zurückblicken, wären da nicht die vielen Verletzten. Mit Tim Otto (Hand), Basti Beyer (Arm), Louis Fuhlrott (Kreuzbandriss), Nils Eichenberger (Wade) und Maximilian Schulze fehlen zum Saisonauftakt wichtige Stützen, wobei bei Basti Beyer noch Hoffnung auf einen Einsatz besteht. Erfreulich ist, dass Thomas Thiele am Comeback arbeitet und auch Tobias Kassner nach fast 2-jähriger Verletzungspause im Pokal am vergangenen Wochenende sein Comeback feierte. Ob es bei beiden für den Saisonauftakt reicht, wird sich zeigen, aber immerhin. Apropos Pokal, beim Erstrundenturnier in Hänigsen gewann der TuS alle seine Spiele und steht somit in der nächsten Runde.

Es gilt zu hoffen, dass die Verletzten möglichst schnell wieder fit werden. Denn so ein guter Kader ist natürlich mit Zielen verbunden. In der ersten Oberligasaison des TuS soll es nach Möglichkeit unter die ersten drei gehen, vorausgesetzt es fallen nicht noch mehr Spieler aus. In der Liga gilt man zwar als Favorit, will sich davon aber nicht unter Druck setzen lassen. Ein guter Auftakt gegen Barsinghausen wäre ein erster Fingerzeig. Die Deisterstädter sind Mitaufsteiger und daher aus der letzten Saison bestens bekannt. Sie haben sich punktuell verstärkt und wollen die Klasse halten.

Vor eigenem Publikum in die neue Saison zu starten ist natürlich besonders reizvoll und wir hoffen, dass die Halle wieder zur Festung wird und wir zu Hause gut in die Saison starten.