© TuS Vinnhorst Handball

Erste Herren | 05. Juni 2019

Mission 3. Liga erfüllt

Der TuS Vinnhorst steigt auf in die dritte Liga! Mit einem 26:29 (12:12) Sieg beim Stralsunder HV sichern sich die Rot-Blauen in der zweiten Rele-gationsrunde einen von zwei Aufstiegsplätzen in der Dreierrunde, nachdem sich Stralsund und Aurich zuvor 30:30 unentschieden trennten.

Die 25 mitgereisten vinnhorster Schlachtenbummler stürmten bei Abpfiff die Platte und feierten ausgelassen mit der Mannschaft den vereinshistorischen Erfolg, nachdem sie zuvor den 1000 Stralsunder Fans lautstärketechnisch Paroli geboten haben. Der Rest war pures Feiern.

Beide Mannschaften legten zunächst viel Wert auf defensive Stabilität. Während die Hausherren eher aufs Tempo drückten blieb der TuS ruhig und wollte mehr aus dem gebundenen Angriff zum Erfolg kommen. Dabei wurde zunächst der Weg über Kreisläufer Jonas Borgmann gesucht, der einige gute Aktionen hatte. Hinten hatte man vor allem den Rückraum der Stralsunder im Griff. Daher sollte das Spiel auch hier über den starken Kreisläufer gehen, der aber zumeist gut verteidigt wurde. Leider häufig auf Kosten eines Siebenmeters, sodass sich keine Mannschaft auf mehr als zwei Tore absetzen konnte. Zur Pause stand es folgerichtig 12:12 unentschieden.

Auch in Durchgang zwei blieb lange Zeit alles offen, auch wenn Vinnhorst den Großteil der Zeit mit einem bis zwei Tore vorn lag. Das Spiel war nichts für Nervenschwache. Mitte der zweiten Hälfte nahm das vinnhorster Trainerteam eine Auszeit um noch einmal Ruhe reinzubringen und das Spiel weiter zu kontrollieren. Mit Erfolg. Wöhrend der TuS seine Angriffe weiter bis zum Abschluss souverän zu Ende spielte machte Stralsund zwei entscheidende Fehler im Gegenstoß. Einen vereitelte Keeper Patti Kassner großartig beim anderen machte er sich so groß, dass seinem Gegenspieler nur noch der Wurf übers Tor blieb. Das brach den Hausherren, die weiterhin kämpften wie die Löwen etwas das Genick. Denn nun alternierte der Vorsprung zwischen drei und teilweise vier Toren Unterschied. Nun musste sich Stralsund etwas einfallen lassen, wechselte auf eine offensive Deckung und diesmal hatte der TuS die richtigen Antworten. Viel Bewegung ohne Ball und so verpuffte der Effekt der Deckungsumstellung. Langsam wuchs die Erkenntnis auf dem Platz und in der Gästekurve: Hier und heute ist es soweit! Der letzte Angriff, das 29. Tor und es war klar Vinnhorst steigt auf. Das 26. Tor der Stralsunder ging im allgemeinen Jubel unter und mit Abpfiff forderte Trainer Portela die Fans auf, runter auf die Platte zu kommen, um mit der Mannschaft zu feiern.

Die Rückfahrt mit kurzem Zwischenstopp und Aufstiegsmahl in Warnemünde war lang und laut und feuchtfröhlich. Am Samstag vor und nach dem letzten, für den TuS mehr oder weniger bedeutungslosen Spiel gegen Aurich findet an der Sporthalle die große Saisonabschluss- und Aufstiegsfeier statt.